Weiterbildungskurs | forschungsreferenten intensiv

Workshop "Forschungsinformationssysteme"


Ort:                 Leibniz Universität Hannover

Termin:           steht noch nicht fest (voraussichtlich im Frühjahr 2012)

Teilnehmer:     max. 20

TN-Gebühr:     350,00 € 

Kursleitung:      Dr. Wolfgang Adamczak (Kassel) und Dr. Jürgen Güdler (DFG, Bonn)


Wozu werden Forschungsinformationssysteme (FIS) benötigt?
Hochschulen sind zunehmend gefordert, unterschiedlichste Zielgruppen über verschiedenste Aspekte der an einer Einrichtung durchgeführten Forschung zu informieren. Zwar ist die regelmäßige Veröffentlichung von Berichten zur Forschung in Deutschland für alle Universitäten gesetzlich vorgeschrieben. Das dieser Pflicht genügende Format des gedruckten und/oder online bereit gestellten „Forschungsberichts“ allein bleibt aber weit hinter den Bedürfnissen zurück, die für Hochschulen heute charakteristisch sind: Daten, die für eine Berichterstattung über laufende Forschung erhoben werden, gehen in die Personalstatistik ein (FuE-Personal) und bilden die Basis für ein laufendes Monitoring forschungspolitischer Fragestellungen (am Beispiel der Personalstatistik etwa bzgl. des Erfolgs von Gleichstellungsmaßnahmen). Strukturierte Daten zur Forschung bilden in der Gesamtschau eine empirische Basis für die hochschulinterne Diskussion um Fragen der einrichtungsübergreifenden strategischen Planung – etwa im Zusammenhang mit Exzellenzprogrammen. Bezogen auf den/die einzelne(n) Wissenschaftler/-in können sie im Rahmen von Bleibeverhandlungen herangezogen werden. Einrichtungsübergreifend tragen entsprechende Daten schließlich dazu bei, einen zunehmend größer werdenden Kreis an Akteuren dabei zu unterstützen, die Forschungsleistungen von Hochschulen vergleichend darzustellen und zu bewerten (CHE, Wissenschaftsrat, Landkarte Hochschulmedizin des MFT, Benchmarking-Initiative des BMBF etc.).

Forschungsinformationssysteme (FIS) tragen dazu bei, diesen breit gefächerten Anforderungskatalog in strukturierter Form zu bedienen. Ein FIS ist also ein Organisationswerkzeug, das die Hochschulleitung dabei unterstützt, von internen wie externen Stellen häufig angefragte Daten dezentral zu erheben und zentral verfügbar zu halten. Dabei gilt es insbesondere, den Datenerstellungsaufwand für die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler möglichst gering zu halten – etwa indem Mehrfacherhebungen vermieden und Daten dementsprechend in einer Form erhoben und gespeichert werden, die ihre Verwendung für möglichst viele Zwecke erlaubt.

Ziele und Verlauf des Workshops

Es wird in Form von kurzen Präsentationen sowie insbesondere im Rahmen von auf Erfahrungsaustausch abzielenden Diskussionen erhoben und strukturiert, welche Anforderungen für moderne Hochschulen auf dem Gebiet der Forschungsberichterstattung charakteristisch sind. Hierauf aufsetzend werden die Möglichkeiten illustriert, die FIS für die Erhebung, Erfassung und Analyse entsprechender Daten bieten. Besonderer Wert wird dabei auf Fragen der Konzeption im Vorfeld der Einrichtung eines entsprechenden Systems gelegt. Hierzu zählt etwa die Bestandsaufnahme von a.) den verschiedenen Informationsbedürfnissen einer Einrichtung sowie insbesondere die Klärung der Frage, ob und wie b.) bereits an anderen Stellen einer Hochschule (z.B. Haushalt oder Personal) Daten systematisch erhoben werden, die sich für eine Integration sowie Mehrfachnutzung via FIS nutzen lassen.

Einen wichtigen Teil des Seminars nehmen dabei auch weitere organisatorische Fragen ein (Erstellung Pflichtenheft, Ausschreibung, Implementierung, Qualitätssicherung von Daten, laufende Wartung und Entwicklung von Systemen etc.).
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Struktur des Seminars

 1.     Tag

 10:00 – 10:30 Uhr    Vorstellung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer; Erwartungshaltung

 10:30 – 12:15 Uhr (einschließlich Kaffepause)    Bedarfsanalyse und allgemeine Bestandsaufnahme

 
Eingeleitet durch ein Impulsreferat von J. Güdler erfolgt in zwei von den Kursleitern betreuten Arbeits­gruppen ein Austausch über die Ziele, die mit einem hochschulinternen FIS verfolgt werden. Dabei entwickeln die Teilnehmer/-innen gemeinsam zunächst einen Überblick zu der Frage „Welche Daten werden häufig nachgefragt?“. Hierauf aufbauend erfolgt eine Bestandsaufnahme der zur Beantwor­tung dieser Frage ggf. bereits an einer Hochschule vorhandenen oder extern heranzuziehenden Quellen.

 
Beispielhafter Bedarf

Beispielhafte Quellen

 Intern:

 Extern:

  

12:15 - 13:00 Uhr   Präsentation der Ergebnisse der morgendlichen „Bedarfs“-Workshops

 Vertreter/-innen der beiden Arbeitsgruppen präsentieren ihre Ergebnisse. Diese werden diskutiert und die Hauptbedarfsfelder sowie typische Quellen, die für ein FIS zu nutzen sind, identifiziert.

 

13:00 - 14:00 Uhr   Mittagspause

 

14:00 – 15:15 Uhr    Leitende Prinzipien für den Aufbau und die laufende Entwicklung eines FIS

 Vortrag von W. Adamczak mit anschließender Diskussion

Stichworte

 

15:15 – 15:30 Uhr   Kaffeepause

 

15:30-16:45 Uhr     Mehrfachnutzung von Daten eines FIS – Das Beispiel DFG: Vorstellung der Einsatzmöglichkeiten aus Sicht eines Forschungsförderers

 Vortrag von J. Güdler mit anschließender Diskussion

 

16:45 – 17:30    Was ist eigentlich ein Datenmodell? Das Beispiel CERIF (Common European Research Information Format)

 Vortrag von B. Jörg (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Projektbüro Berlin und Board Member euroCRIS)  mit anschließender Diskussion

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 2.     Tag

 9:00 – 11:15 Uhr (einschl. Kaffeepause)  Arbeitsschritte zur Einführung / Weiterentwicklung eines FIS

Eingeleitet durch ein Referat von W. Adamczak werden die wichtigsten Phasen zur Einführung und Weiterentwicklung eines FIS skizziert. Die folgende Diskussion hat zum Ziel, zu einem gut strukturier­ten Ablaufplan zu kommen.

 Beispielhafte Fragestellungen:

 
11:15 – 12:00 Uhr     Qualitätssicherung von Daten für das FIS

 Vortrag von J. Güdler mit anschließender Diskussion

 

12:00 – 13:00 Uhr     Mittagspause

 

13:00 – 13:30 Uhr    Übersicht über Anbieter von Softwarelösungen für FIS (W. Adamczak)

 

13:30 – 15:30 Uhr    Vorstellung von zwei aktuellen Praxisbeispielen mit anschließendem Erfahrungsaustausch

Informationssystem der Leuphana Universität Lüneburg (B. Ebert, Teamleiterin Forschungsservice Leuphana Universität Lüneburg und Board Member euroCRIS)

Informationssystem der Universität Kassel (M. Knierim, Projekt "Akademisches Controlling" und "Datenstrukturen" an der Universität Kassel)

 

15:30 – 16:00 Uhr    Abschlussdiskussion

16.00 Uhr   Ende der Veranstaltung

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Zu den Kursleitern
Dr. Wolfgang Adamczak

Dr. Jürgen Güdler

Weitere Referent/-innen
Brigitte Jörg, DFKI (Language technology) Projektbüro Berlin
Dr. Barbara Ebert, Leuphana Universität Lüneburg

Markus Knierim, Universität Kassel
  • Projekt "Akademisches Controlling" und "Datenstrukturen"
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Anforderungen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten im Vorfeld erkunden, welche Informationssysteme an Ihren Institutionen bereits im Einsatz sowie ggf. in Planung sind und wie diese von wem und für welche Zwecke genutzt werden (sollen).

Beispiele für Systeme

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Kontakt und Information
Dr. Wolfgang Adamczak
E-Mail: Wolfgang.Adamczak@gmx.de
Telefon: (0561) 40 38 19


Die Veranstaltung ist auf 20 Teilnehmer/-innen begrenzt.


Anmeldung
Der Workshop "Forschungsinformationssysteme" an der Leibniz Universität Hannover vom 14. bis 15.10.2011 wurde abgesagt,        
ein Ersatztermin findet voraussichtlich im Frühjahr 2012 statt. Wir informieren Sie rechtzeitig darüber. 




Veranstalter
forschungsreferenten.de
Portal der Forschungs- und Technologiereferenten deutscher Hochschulen
und
UP Transfer Gesellschaft für Wissens- und Technologietransfer mbH an der Universität Potsdam


Allgemeine Geschäftsbedingungen
Bitte beachten Sie die AGB des Tagungsservice der UP Transfer GmbH.



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